Reise nach Diano Marina im April 1976

Di. 06.04.1976: Winterthur - Le Pont-de-Beauvoisin

Abfahrt um 11:24, Fahrt über Glattzentrum (tanken 39.93 Liter für 37.95), Zürich, Autobahn N1
bis Bern-Wankdorf, Fahrt durch Bern bis Thörishaus (nichts Angenehmes, Strasse ausbaubedürftig),
Autobahn N12 bis Matran, Avry, Mannens, Moudon, Lausanne-Vennes, Autobahn N9/N1 bis Genf-Cointrin,
Plan-les-Ouates (tanken 23.8 Liter für 23.05), Café Chappreis (Cola und 2 Cafés Crème für 4.20,
Vater 2 Schachtel Pall Mall Zigaretten kaufen), Perly, Mont Sion 786 m.ü.M., Pont de la Caille
(Hängebrücke anschauen), Annecy (Einkaufen im Warenhaus Carrefour), Autobahn A41 bis St.Félix
(16 km, 3 FF), Albens, Aix-les-Bains, Ufer des Lac du Bourget, La Motte-Servolex, Autobahn A43
via Tunnel de l'Epine (Länge 3'200 m) bis Ausfahrt Lac d'Aiguebellette (9 km, 6 FF), Lépin-le-Lac,
Le Pont-de-Beauvoisin zum Hotel Morris (Ankunft 18:18). Hotel in sehr guten Zustand obwohl schon
5 Jahre alt. Sehr gutes Nachtessen: Mutter und ich Salatplatte, Bohnen und Schweinsbraten, Vater
Coq au Vin, Gratin des pommes de terre, Beaujolais und Käse, ich Eis Chartreuse-Praliné, Mutter Eis
Chartreuse-Mocca, Vichy-Wasser. Schlafen Eltern in Zimmer 24, ich in Zimmer 26: Doppelbett, Lavabo,
Bidet, Teppich, modern und sauber.

Mi. 07.04.1976: Le Pont-de-Beauvoisin - Remoulins

Frühstücken (Café Complet 13.50 Francs), Hotelrechnung bezahlen: 185 FF. Abfahrt 09:03, Fahrt über
Voiron, St.Marcellin, Valence (Strecke mit engen Ortsdurchfahrten, Blick auf blühende Kirsch- und
andere Bäume), Autobahn A7 bis Montélimar Sud (50 km = 5 FF), Grignan (romantisches Dörfchen,
spazieren, leider Schloss mittwochs geschlossen, Landschaft schon ganz provenzalisch: stellenweise
leichte Hügel, Zypressenhaine, knorrige Rebstöcke, alles üppig bewachsen, wird umso üppiger, je
weiter man in den Süden kommt), Valréas, Visan, an der D20 kurz nach der höchsten Stelle Picknick
(Brot mit Pâté, Weisswein, Mineralwasser, Bisquits, Picknickstelle unter einigen provenzalischen
Bäumen, Erde hell und fast orange), Vaison-la-Romaine (Eltern Kaffee trinken, ich Quartier de Puymain
besichtigen: Eintritt 5 FF, 1. Museum mit Ausstellung von gefundenen Werkzeugen und Haushaltgegenständer
der Römer, aus Silber, gegossener Kopf, Amphoren etc., 2. Portikus des Pompeius - Spazierweg der Römer:
z.T. beschädigte Säulen, nackte männliche Statuen aus Stein, 3. Maison des Messii: Ueberreste der Aussen-
und Innenmauern eines römischen Hauses, 4. Diverse andere "Römermürli"), danach ich mit Eltern Spaziergang
durch das Quartier de Villasse (weitere Mauern der damaligen römischen Stadt), nachher Stadt via die über
2000-jährige römische Brücke über die Ouvèze verlassen und weiter nach Orange (antikes Theater bewundern,
äussere Fassade anschauen und von einem Hügel ins Theaterinnere blicken), auf der N7 um die Arc de Triomphe
herumfahren und weiter über Roquemaure auf einer von in frischem Grün belaubten Bäumen umgebenen Strasse
nach Villeneuve-lès-Avignon (Hotel suchen), Rochefort-du-Gard (weiter Hotel suchen und am Schluss telefonsich
Zimmer reservieren) nach Remoulins (Ankunft in Remoulins 17:16). Bezug des Zimmers Nr. 26 im Hotel Moderne
(mitteleuropäische Kopfkissen, Teppich, Dusche, Bidet, Lavabo), Koffer abladen, Fahrt zum Pont du Gard
(römischer Aquädukt in romantischer Lage über dem Gardon) und zurück. Nachtessen gut aber mit Lärm der N86:
Vater und ich Terrine, Mutter Crudité und Andouillette (Würstchen), Vater Schweinskoteletten und Vin des
côteaux du Pont du Gard, ich 1/4 Poulet, Mutter und ich Vichy und Eis (Praliné-Vanille), ruhig schlafen
(Zimmer zum Glück nicht auf die Strasse gerichtet).

Do. 08.04.1976: Remoulins - Maussane

Gutes Frühstück (Café Complet), Hotelrechnung bezahlen: 121.50 FF. Abfahrt in Remoulins 08:50, Fahrt über
Nîmes (tanken 14.25 Liter = 25 FF, Besichtigung der Arena, des Maison Carrée und des Jardin de la Fontaine
mit künstlichen Teichen und Statuen. Marsch durch die mit Boutiquen bestückten Altstadtgassen zum Warenhaus
Juvénel: Kauf eines Tissue (provenzalischer Stoff) für 18 FF), Aimargues, Aigues-Mortes (mittelalterliche
Stadtbefestigung anschauen mit Türmen und Toren, Picknick im Auto, danach Eltern Kaffee und ich Tour de
Constance anschauen - Eintritt 4 FF, Aufstieg zur Turmspitze wo starker Mistral bläst, alte Inschriften,
Kerker, Sodbrunnen, Feuerstellen, Zugang zu den Remparts mit Blick auf die Schiffe im Canal du Rhône à Sète
und auf den Etang de Ville), Albaron, Villeneuve, La Capellière (Blick auf den Etang de Vaccarès), Fiélouse,
Le Sambuc, Arles (Strecke Aigues-Mortes - Arles führt durch die Camargue, Landschaft äusserst flach, teils
Gras, teils Schilf, teils knorrige Weinstöcke, manchmal Bäume und Sträucher, Reisfelder, teil noch nicht
blühende Lavendelfelder, manchmal üppig bewachsene kleine Hügel), Fontvieille, Moulin de Daudet (stillgelegte
Windmühle) nach Maussane-les-Alpilles, Ankunft 15:52. Bezug der Zimmer 26 (Eltern) und 20 (ich) im Hotel
Les Magnarelles: Bidet, Dusche, Teppich, Doppelbett, Zeitschriften. Danach kurze Fahrt nach Les Baux-de-Provence
(Felsennest in den Alpilles, romantisches Städtchen mit in die zwischen den kargen Grasflächen herumliegenden
Felsblöcke eingehauenen Häusern, Kirche mit drei Kirchenschiffsabteilen aus verschiedenen Epochen), Les Antiques
(Mausoleum und Triumphbogen), St.-Rémy, D 31 zur Tour du Cardinal und D 27 durch das Höllental (Blick von hinten
auf Les Baux) zurück nach Maussane. Gutes Nachtessen: Alle Hors d'Oeuvre, Vater Poulet und Bohnen, Mutter
Kalbsragout und Bohnen, ich Tintenfische und Reis, ich und Mutte Eis (Pistache-Praliné) und Vichy, Vater Vin
des Côtes du Mont Ventoux und Früchte. Verbringen des Abends im Aufenthaltsraum vor der Bar, hübsche Servier-
tochter. Schlafen gehen.

Fr. 09.04.1976: Maussane - Draguignan

Gutes Frühstück (Café Complet), Hotelrechnung bezahlen: 151.70 FF. Abfahrt 09:08, Fahrt über St-Rémy, auf von
grünen Bäumen und Zypressen umgebener Strasse nach Plan d'Orgon (tanken 19.35 Liter = 35 FF), Cavaillon,
L'Isle-sur-la-Sorgue, Fontaine de Vaucluse (Auto abstellen = 2 FF, sehr romantischer Ort: Aus einem ruhigen
tiefblauen Teich, der von hohen Felswänden mit Höhlen umgeben ist, entspringt ein munterer, etwa 15 Meter
breiter Fluss und stürzt sich über einige Wasserfälle ins Dorf, wobi er in allen Grün- und Blautönen schimmert.
Dieser Fluss ist von Bäumen jeglichen Grüns umgeben und enthält viele Forellen, das Wasser fliesst unterirdisch
in den Teich und stammt vom Plateau d'Albion, 35 km ost-nordöstlich), Lagnes, Cabrières d'Avignon (blühende
Obstbäume, schöne Aussicht auf das Tal der Senancole), Gordes (an einem Felshang errichtetes Dorf, Frontansicht
fotografieren), Roussillon (sauberes Dörfchen, Hauswände mit aus den Ockerfalaises gewonnener Farbe angestrichen,
Blick auf die einmaligen Falaises d'Ocre: Spitzige Erdpyramiden in teil ocker-rötlicher, teils fast gelb-orangener
Farbe), Fahrt weiter zum Relais du Chêne (Kreuzung D 201 / N 100 - Gutes Mittagessen: Crudité, Rotwein vom
Département Vaucluse, Kalbsbraten, Karotten, Eltern Käse und Kaffee, ich Erdbeereis und Perrier, total 52.60 FF),
Apt, Col de Pointu 499 m.ü.M. (während der Auffahrt schöne Aussicht, blühende Bäume), Combe de Lourmarin (trockenes
braun-grünes Tal), Cadenet, Pertuis, Pont de Mirabeau, Cadarache, Vinon, enge kurvenreiche Strasse durch immer
kahler und alpiner werdende Landschaft über Riez nach Moustiers-Ste-Marie, gute neue Strasse entlang dem hellblauen
Lac de Sainte-Croix bis zur Abzweigung der D19, in Kehren ansteigende Strasse bis Aiguines 1201 m.ü.M., vorher
erste Blicke auf die tiefen Schluchten des Verdon (auf 21 km Länge tief ausgescheuerte Schlucht, teilweise bis
700 Meter unterhalb der Strasse, die ausgescheuerten Felswände sind z.T. mit etwas Gras oder Gebüsch bewachsen,
unten teilweise kleine Steinpyramiden und ein schätzungsweise 50 Meter breites Flussbett), später sehr schöne
Blicke auf das Knie des Verdon und die Einmündung des Artuby, beides immer noch im Canyon und ca. 400 m unterhalb
der Strasse, Comps-sur-Artuby (tanken 18.93 Liter = 35 FF, uns wäre bald das Benzin ausgegangen), Comps, kurven-
reiche Strasse duch Militärzone (viele Militärlastwagen) und die Gorges de Châteaudouble (viele eher maritime
Bäume) nach Draguignan 181 m.ü.M. ins Hotel Sémeria (Ankunft 17:17). Bezug des Zimmers 24: Teppich, Dusche, Bidet,
WC. Fahrt zum Nachtesssen über Les Arcs hinaus und noch etwa 300 Meter weiter auf der N7 Richtung Toulon, ins
Relais Franc-Comptois. Sehr gutes Nachtessen: Mutter Crudité, Vater und ich Pâté, ich 1/4 Poulet und Pommes
Frites, Eltern Forelle à la Meunière und Salzkartoffeln, Vater Käse und Wein Ste-Roseline Rosé, ich Eis Mocca-
Chocolat, Mutter Eis Mocca-Vanille, Vichy, total 92 FF. Fahrt zurück ins Hotel, schlafen gehen.

Sa. 10.04.1976: Draguignan - Diano Marina

Gutes Frühstück (Café Complet), Hotelrechnung bezahlen: 95 FF. Abfahrt Draguignan 09:25. Fahrt zum Supermarché
(Esswaren einkaufen), dann weiter über Le Muy, Fréjus, St.Raphaël, Le Trayas (gewundene Strasse dem Meer entlang,
Strand mit Pinien und roter Erde bestückt), La Napoule, Autobahn A8 bis Biot (21 km = 4 FF), Nizza, Corniche
Inférieure über Villefranche (Picknick: Brot, Pâté, Käse, Orangensaft beim Jachthafen Daise, nachher Eltern
Kaffee in einem Café = 3 FF), Halbinsel Cap Ferrat (Villen der reichen Leute), Beaulieu, kurz vor Cap d'Ail
gewundenes Strässchen auf die Moyenne Corniche N7, leider fällt diese wieder ab so dass wir besser über Monaco
gefahren wären, Zubringer zur Autobahn bis Grande Corniche (Kanister entleeren, Aussicht auf Monaco geniessen
ab damaligem Luxushotel Vistaero, heute Maybourne Riviera), Autobahn A8 Richtung Ventimiglia (in der Nähe der
Grenze fällt das Auspuffrohr ab), Autobahn A10 bis Ventimiglia (16 km = 500 Lire), Ospedaletti (tanken 20 Liter,
mit Coupons bezahlen), Sanremo (Eltern Kaffee, ich Cono Misto) und Imperia (spazieren, einkaufen) nach Diano
Marina. Bezug des Zimmers 88 im Motel Panorama: Küche, WC, Sitzbad, Meersicht, Tisch, Stühle, Balkon, gedeckter
Parkplatz.

So. 11.04.1976: Diano Marina

Ausruhen, essen im Städtchen (8'500 Lire).

Mo. 12.04.1976: Diano Marina

Alfäli nach Imperia bringen, dort bummerln, nachmittags Alfäli abholen Reparaturen: neuer Auspuff, Kontakte am
Zündverteiler ersetzen lassen, total 37'406 Lire. Leider nur 30'000 Lire mitgenommen.

Di. 13.04.1976: Diano Marina

Durch den Mercato bummeln, Strickjacke kaufen=7'000 Lire, nachmittags Fahrt nach Imperia (Mantelstoff kaufen
für 41'600 Lire, schönen Stoff für Jupe zu ähnlichem Preis, restliche 7'406 Lire in der Garage zahlen, Esswaren
einkaufen).

Mi. 14.04.1976: Diano Marina - Winterthur

Motelrechnung bezahlen 54'800 Lire, Abfahrt Diano Marina 09:38, Fahrt über Städtchen (Geld wechseln), Alassio,
Savona (langweilige Stadtdurchfahrt), Albisola Superiore, Strasse mit vielen engen Kurven über den Passo di Giovo
516 m.ü.M. und Sassello nach Acqui, weiter über Alessandria, Valenza, Castello d'Agogna (gutes Mittagessen im
Restaurant La Castellana: Alle Antipasti, Vater Spaghetti Bolognese, ich und Mutter Risotto con funghi, Vater
Rotwein Grignolino, Mineralwasser, total 8'800 Lire), Mortara, Vigevano, Abbiategrasso, Tangenziale Milano
Ovest, Autobahn A9 bis Chiasso (500+400 Lire), Autobahn N2 bis Monte Ceneri 554 m.ü.M., Cadenazzo, Autobahn
N2/N13 über Ausfahrt Roveredo (300 Meter davor Benzin ausgegangen, Vater Kanister entleeren, Regen setzt ein),
Cama, Soazza (Autostrasse N13 würde hier wieder anfangen aber wir fahren auf der Landstrasse weiter da wir
dringend tanken müssen), Mesocco (tanken 10.1 Liter = 10.-), Autostrasse N13 über San Bernardino Tunnel
1640 m.ü.M. nach Thusis, Bonaduz, Autostrasse/Autobahn N13 bis Sargans (im Pizolpank tanken 20 Liter = 18.60,
einkaufen, 2 Cafés und 3 Bisquits = 3.40), N3 bis Bilten (staker, die Fahrt erschwerender Regen setzt ein),
Schänis, Uznach, Schmerikon, Eschenbach, Rüti (Regen weniger stark), Pfäffikon, Fehraltorf, Weisslingen,
Kollbrunn, Winterthur (Ankunft 20:35).